Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Fassung Oktober 2026 (2026-10)
1. Geltungsbereich
Diese AGB regeln die Nutzung von miraSEO (im Folgenden «Dienst») der Mirabit AG, Neustrasse 2, 8590 Romanshorn (im Folgenden «mirabit»), durch ihre Kunden. Der Dienst richtet sich an Unternehmen, Organisationen und Selbständige, nicht an Konsumenten.
Mit der Registrierung oder einer Bestellung akzeptiert der Kunde diese AGB in der dann gültigen Fassung. Die Vereinbarung zur Auftragsbearbeitung (AVV) ist Bestandteil dieser AGB. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht; schriftliche Einzelvereinbarungen (etwa für Enterprise) gehen diesen AGB vor.
2. Leistungen
Der Dienst ist eine Webanwendung zur Auswertung von Websites und Suchergebnissen: Daten aus der Google Search Console und Google Analytics, Ranking-Checks, Seitenvergleiche, Website-Checks, Ladezeit, KI-Vorschläge, Massnahmen und Berichte. Der genaue Umfang ergibt sich aus dem gebuchten Plan und der Beschreibung auf der Website zum Zeitpunkt der Buchung.
mirabit entwickelt den Dienst weiter und darf Funktionen ändern, sofern der vereinbarte Kern des Plans erhalten bleibt. Funktionen, die als «In Planung» bezeichnet sind, sind nicht geschuldet.
Beratung und Umsetzung durch mirabit sind nicht Teil des Abos; sie werden separat vereinbart und verrechnet.
3. Konto und Benutzer
Der Kunde macht bei der Registrierung wahre und vollständige Angaben und hält sie aktuell. Der Administrator des Kunden kann weitere Benutzer einladen und Kunden-Logins (nur lesend) vergeben, soweit der Plan das vorsieht. Zugangsdaten sind geheim zu halten; der Kunde ist für Handlungen unter seinen Zugängen verantwortlich und meldet einen Missbrauch umgehend.
4. Testphase
Neue Kunden können den Dienst 14 Tage kostenlos und ohne Angabe eines Zahlungsmittels testen, mit den Mengen der Testphase. Die Testphase endet automatisch und geht nicht von selbst in ein kostenpflichtiges Abo über. Danach sind die Daten 30 Tage lang lesbar und exportierbar; bucht der Kunde in dieser Zeit kein Abo, löscht mirabit sie nach zwei Vorwarnungen. Je Unternehmen gibt es eine Testphase.
5. Pläne, Preise und Zahlung
Es gelten die Preise des gewählten Plans in Schweizer Franken zuzüglich Mehrwertsteuer, wie sie bei der Buchung angezeigt werden. Abos werden monatlich oder jährlich im Voraus bezahlt, per Karte oder TWINT über den Zahlungsdienst Stripe; für Jahrespläne kann mirabit eine Zahlung auf Rechnung anbieten.
Bleibt eine Zahlung aus, erinnert mirabit per E-Mail. Ist sie 14 Tage nach Fälligkeit nicht beglichen, wird das Konto auf «nur lesen» gesetzt; es gelten dann die Fristen von Ziffer 7.
mirabit kann die Preise mit einer Ankündigung von mindestens 30 Tagen per E-Mail ändern. Die neuen Preise gelten ab der nächsten Abrechnungsperiode; der Kunde kann bis dahin auf das Periodenende kündigen.
6. Mengen und faire Nutzung
Jeder Plan hat Mengen, etwa Projekte, Keywords, Benutzer, Ranking-Checks, KI-Analysen, Ladezeit-Messungen und Seiten je Website-Check. Kosten für die dafür nötigen Drittdienste sind im Preis enthalten, solange die Mengen eingehalten sind. Ist eine Menge erreicht, sperrt der Dienst weitere Abrufe bis zur nächsten Periode oder bis zu einem Wechsel auf einen grösseren Plan.
Der Kunde darf die Mengen nicht umgehen, etwa mit mehreren Testkonten, und den Dienst nicht so nutzen, dass er den Betrieb für andere beeinträchtigt. Bei Missbrauch kann mirabit Abrufe begrenzen oder das Konto sperren.
7. Laufzeit, Kündigung und Vertragsende
Ein Abo läuft für die gewählte Periode (Monat oder Jahr) und verlängert sich jeweils um dieselbe Periode, wenn es nicht vorher gekündigt wird. Der Kunde kann jederzeit im Kundenportal auf das Ende der laufenden Periode kündigen; bereits bezahlte Perioden werden nicht anteilig erstattet. Ein grösserer Plan gilt sofort und wird anteilig verrechnet; ein kleinerer Plan oder ein kürzeres Intervall gilt ab der nächsten Periode.
Beide Parteien können aus wichtigem Grund fristlos kündigen, mirabit insbesondere bei schwerem oder wiederholtem Verstoss gegen diese AGB.
Nach dem Vertragsende sind die Daten 30 Tage lang lesbar und exportierbar; danach löscht mirabit sie nach zwei Vorwarnungen. Beantragt der Kunde selbst die Löschung seines Kontos, endet das Abo sofort und ohne Erstattung; die Löschung erfolgt nach derselben Frist und lässt sich bis dahin zurücknehmen.
8. Pflichten des Kunden
- Der Kunde erfasst nur Websites, für die er berechtigt ist, und verbindet nur Google-Konten, über die er verfügen darf. Für Daten, die er in den Dienst einbringt, ist er verantwortlich.
- Seitenvergleiche und Website-Checks rufen öffentliche Seiten ab, auch von Konkurrenten. Der Kunde nutzt diese Funktionen nur für eigene Auswertungen und im üblichen Umfang.
- Der Kunde hält die Bedingungen der verbundenen Dienste ein, insbesondere von Google.
- Der Kunde prüft Massnahmen und KI-Vorschläge, bevor er sie auf seiner Website umsetzt.
9. Auswertungen und KI-Vorschläge
Kennzahlen, Bewertungen und Vorschläge beruhen auf Daten von Google und anderen Quellen sowie auf automatisierten Verfahren, auch auf künstlicher Intelligenz. mirabit stellt sie mit Sorgfalt zusammen, übernimmt aber keine Gewähr für ihre Richtigkeit und keine Garantie für bestimmte Positionen, Besucherzahlen oder Umsätze. Die KI-Funktionen lassen sich je Konto abschalten.
10. Verfügbarkeit
mirabit betreibt den Dienst mit der branchenüblichen Sorgfalt, sichert aber ohne Einzelvereinbarung keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Wartungsarbeiten führt mirabit möglichst ausserhalb der Geschäftszeiten durch. Für Ausfälle von Drittdiensten (etwa Google oder Stripe) ist mirabit nicht verantwortlich.
11. Daten des Kunden
Die Daten, die der Kunde in den Dienst einbringt oder darin erzeugt, gehören dem Kunden. mirabit bearbeitet sie nur, um den Dienst zu erbringen, nach der AVV und der Datenschutzerklärung. Der Kunde kann seine Daten jederzeit exportieren. Anonymisierte, zusammengefasste Angaben über die Nutzung (etwa die Zahl der Abrufe) darf mirabit für den Betrieb und die Weiterentwicklung verwenden.
12. Haftung
mirabit haftet für Schäden, die sie absichtlich oder grobfahrlässig verursacht, unbeschränkt. Im Übrigen ist die Haftung, soweit gesetzlich zulässig, auf die Entgelte beschränkt, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis bezahlt hat; die Haftung für indirekte Schäden, entgangenen Gewinn, Verlust von Positionen in Suchmaschinen und Datenverlust ist ausgeschlossen. Die Haftung für Hilfspersonen ist im gleichen Umfang beschränkt.
13. Rechte am Dienst
Der Dienst und seine Software bleiben Eigentum von mirabit. Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein nicht übertragbares Recht, den Dienst im Rahmen seines Plans zu nutzen. Berichte und Exporte darf der Kunde frei verwenden, auch gegenüber seinen eigenen Kunden.
14. Änderungen dieser AGB
mirabit kann diese AGB ändern und teilt Änderungen mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail mit. Ist der Kunde nicht einverstanden, kann er auf das Inkrafttreten kündigen; sonst gelten die neuen AGB als angenommen.
15. Schlussbestimmungen
Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss des Wiener Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand ist Romanshorn. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleiben die übrigen gültig; an ihre Stelle tritt eine Regelung, die dem Zweck am nächsten kommt.